Erfahrungen mit dem IFLW: Frühförderin Sabine Meiners im Interview

Die Lehrerin und Kunstpädagogin Sabine Meiners ist Absolventin der Ausbildung zur Frühförderin und hat mit Christine Falk-Frühbrodt, Pädagogische Leitung des IFLW – Institut für integrative Lerntherapie und Weiterbildung, über ihre Erfahrungen mit dem IFLW und den Nutzen der Ausbildung für ihre berufliche Entwicklung gesprochen.

Christine Falk-Frühbrodt: Sie haben Lehramt und Kunstpädagogik studiert und im Juni 2017 unsere Ausbildung zur Frühförderin abgeschlossen. Wie sind Sie zur Frühförderung gekommen?

Sabine Meiners: Bereits Jahre bevor ich mich dazu entschlossen habe, die Ausbildung zur Frühförderin zu machen, habe ich mich mit der Tanz- und Kunstwerkstatt Erlebensreich, in der ich musikalische, tänzerische und auch künstlerische Früherziehung anbiete, selbständig gemacht. Aufgrund der Erfahrungen, die ich als Lehrerin in den ersten Klassen und in der Arbeit mit den Kindergartenkindern in meinen Kursen gemacht habe, wuchs in mir immer mehr der Wunsch, künstlerische und musikalische Früherziehung mit Frühförderung im Bereich „Frühe Bildung“ zu verbinden, um daraus ein Vorschulangebot zu entwickeln.

Christine Falk-Frühbrodt: Die inhaltlichen Schwerpunkte unserer Ausbildung zur Frühförderin liegen im Bereich der Früherkennung von Entwicklungsauffälligkeiten und der Förderung der Vorläuferfertigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens. Welche Themen haben Sie am meisten interessiert?

Sabine Meiners: Mich hat die Förderung der Vorläuferfertigkeiten des Lesen, Schreibens und Rechnens sowie die Förderung der Feinmotorik, Grobmotorik (Psychomotorik), die Sprachförderung durch Bewegung am meisten interessiert, weil ich diese Inhalte hervorragend in einem Vorschulkurs mit der musikalischen und tänzerischen Früherziehung verzahnen kann.

Christine Falk-Frühbrodt: Die Ausbildung zur Frühförderin findet seit 2008 statt. Sie haben 2016/2017 an einem Hamburger Kurs teilgenommen. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Sabine Meiners: Ich habe die Zeit in den Wochenendseminaren als sehr intensiv und aufschlussreich empfunden und die Seminarleiter als sehr kompetent, gut vorbereitet und humorvoll erlebt. Sie haben uns Mut gemacht, unsere Ideen in die Tat umzusetzen.

Christine Falk-Frühbrodt: Eine Präsenzausbildung wie die Ausbildung zur Frühförderin bietet vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Was waren das für Leute in Ihrem Kurs? Gibt es noch Verbindungen?

Sabine Meiners: Nach dem letzten Wochenendseminar in Hamburg haben wir uns noch lange über die Themen und Inhalte der Hausarbeit ausgetauscht, die wir für das Zertifikat schreiben mussten. Es herrschte eine sehr angenehme und entspannte Stimmung. Wir haben viel zusammen gelacht, aber auch gelernt. Die meisten Teilnehmer kamen aus dem pädagogischen und therapeutischen Bereich.

Christine Falk-Frühbrodt: Die meisten Teilnehmerinnen unserer Ausbildung zur Frühförderin sind berufstätig. Wie haben Sie die Teilnahme mit Ihrem Job und der Familie vereinbaren können?

Sabine Meiners: Das stellte für unsere Familie überhaupt kein Problem dar. Die Ausbildung erstreckte sich über etwa ein Jahr und da alle Seminare an Wochenenden stattfanden, konnte ich in der Woche uneingeschränkt arbeiten und mein Mann die Kinder hüten, als ich zur Fortbildung war.

Christine Falk-Frühbrodt: Sie arbeiten als Lehrerin an einer Grundschule in Osnabrück. Gleichzeitig sind Sie Frühförderin. Was hat sich seit der Ausbildung in diesem Bereich für Sie beruflich ergeben?

Sabine Meiners: Ich habe nach Abschluss der Ausbildung ein Vorschulangebot mit dem Namen „Zahlentroll und Silbenhörnchen“ entwickelt, welches ich in meiner Tanz- und Kunstwerkstatt Erlebensreich einmal wöchentlich für Kinder im letzten Kindergartenjahr anbiete. Hier geht es um die Förderung der Fein- und Grobmotorik und um die Vorbeugung von Dyskalkulie und Legasthenie durch Übungen. Das kann beispielsweise die Zerlegung eines Wortes in Silben bzw. Phone oder Laute sein, das Erkennen von Wortlängen, Übungen in den Bereichen Sprachrhythmus und -förderung, Hörschulung, Reime finden, Aussprache, Silbenspiele oder Vergangenheitsformen bilden.

Christine Falk-Frühbrodt: Die Ausbildung zur Frühförderin des IFLW gibt es nun schon über zehn Jahre. Was würden Sie den heutigen Interessenten und Teilnehmern raten?

Sabine Meiners: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Lasst euch niemals davon abhalten, eure Träume und Ideen zu verwirklichen!

Christine Falk-Frühbrodt: Wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.