Zweitägige Fortbildung / Ausbildung: "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)"

Mit dieser Fortbildung "Trainer bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)" erwerben Sie praxisbezogene Kenntnisse aus der Förderdiagnostik und Therapie von Rechenschwäche (Dyskalkulie), um Rechenschwache mit bewährten Methoden zu erkennen und kompetent zu fördern. Die Fortbildungsinhalte eignen sich für das freiberufliche Arbeiten im Bereich der Rechenschwächeförderung (z.B. in eigener Praxis) und für die Anwendung in einer bestehenden oder geplanten Tätigkeit im pädagogischen, psychologischen, psychosozialen oder therapeutischen Umfeld.
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Termine

Veranstaltungsort Veranstaltungsnummer Termin Dauer Status
Oberschleißheim bei München RS-481-M 9. bis 10. Dezember 2017 2 Tage Plätze frei
Köln RS-498-K 27. bis 28. Januar 2018 2 Tage Plätze frei
Berlin RS-500-B 14. bis 15. April 2018 2 Tage Plätze frei

Zielgruppe

Diese Fortbildung richtet sich an Fachleute aus dem pädagogischen, psychologischen, psychosozialen oder therapeutischen Bereich (z.B. Lehrer/innen, Mathematiker/innen, Psychologinnen/Psychologen, Dipl.-Pädagoginnen/Dipl.-Pädagogen, Erziehungswissenschaftler/innen, Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen, Heilpädagoginnen/Heilpädagogen, Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten, Logopädinnen/Logopäden), die im Bereich der Förderung bei Rechenschwäche oder Dyskalkulie tätig sind und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Theorie und Praxis professionalisieren möchten.

Diese Fortbildung kann zur Vorbereitung auf unsere Fachkundeprüfung "Dyskalkulietherapeut/in (IFLW)" dienen. Die Teilnahme an der Fortbildung ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Fachkundeprüfung.

Fortbildungsziele

Ziele der Fortbildung sind der Erwerb und die Vertiefung von theoretischen und praktischen Kenntnissen in der Förderdiagnostik und der Therapie von Rechenschwäche (Dyskalkulie) einschließlich der Elternarbeit. Je nach fachlicher Vorbildung der Teilnehmenden eignet sich die Fortbildung als Zusatzqualifikation für die Arbeit in einem oder mehreren der folgenden Bereiche:

  • Rechenschwächeförderung im Regel-, Förder- oder Nachmittagsunterricht (AGs) öffentlicher und privater Schulen (Erweiterung der förderdiagnostischen und didaktischen Kompetenzen von Lehrkräften und päd. Honorarkräften)
  • Rechenschwächeförderung bzw. -therapie in außerschulischen Einrichtungen (z.B. lerntherapeutische, heilpädagogische, psychologische oder kinder- und jugendpsychiatrische Praxen, Hortbereich, Nachhilfeschulen)
  • Erweiterung des eigenen lerntherapeutischen Angebots auf den Bereich der Rechenschwäche, Aufbau eines Rechentherapieangebots in der eigenen Lernpraxis, Arbeit als Dyskalkulietherapeut bzw. Dyskalkulietherapeutin

Inhalte

1. Fortbildungstag von 11.00 bis 19.00 Uhr

  • Darstellung des Modells der ganzheitlichen Förderung bei Rechenschwäche
  • Rechenstörung – Rechenschwäche: Begriffsbestimmungen, Definitionen, Definition nach ICD-10
  • Testtheoretische Grundlagen
  • Häufigkeit, Ursachen, Komorbiditäten, Abgrenzung zu anderen Störungen
  • Bedeutung der sog. Vorläuferfertigkeiten
  • Theorien über mathematische Kompetenzen; Subtyp NLD und RS nach Rourke, Triple-Code-Modell nach Dehaene
  • Mathematik und Sprache
  • Erkennungsmerkmale der Rechenschwäche
  • typische Fehler bei Rechenschwäche
  • mit Rechenschwäche einhergehende kognitive Probleme
  • Überblick über aktuelle Rechentests
  • Darstellung, Auswertung und Profilinterpretation des Heidelberger Rechentests (HRT 1-4)

2. Fortbildungstag von 9.00 bis 17.00 Uhr

  • Förderdiagnostische Ansätze, u.a. Diagnose-Förderbox von Kaufmann/Lorenz
  • Mikroanalyse von Rechenfehlern
  • Vorgehensweise der Förderung: 4-Stufen-Modell nach Aebli
  • Material zum Aufbau einer Zahlenraumvorstellung
  • Elemente der Förderung: Materialauswahl, Aufbau einer mathematischen Kompetenz, Strategievermittlung
  • Kennenlernen von Material für die verschiedenen mathematischen Bereiche: Vorläuferfertigkeiten, Arithmetik, Bruchrechnen, Stellenwertsystem, Uhr, Zeit, Längenmaße, Gewichte, Rechnen mit Geld, Textaufgaben, Geometrie
  • Hinweise auf Sekundärproblematik
  • Elemente der Elternarbeit; schulische Interventionen
  • Arbeit mit rechenschwachen Jugendlichen – Grundsätzliches und Material
  • Erstellen von Förderplänen anhand von Beispielen und eigenen Fällen
  • Thema Automatisierung

Zertifizierung

Der Besuch der Fortbildung wird mit einer Teilnahmebescheinigung bestätigt. Bei Anfertigung und Einreichung einer mindestens 10 Seiten umfassenden Falldokumentation über eine selbst durchgeführte Rechenschwächeförderung kann zusätzlich das gedruckte, repräsentative Zertifikat" Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)" ausgestellt werden. Für die Einreichung der Falldokumentation gibt es keine Abgabefrist. Die Kosten der Zertifizierung sind in der Teilnahmegebühr enthalten. In den ersten sechs Monaten nach Ende der Fortbildung steht Ihnen unsere Fachberatung per E-Mail kostenfrei zur Verfügung.

Dozentin

Dipl.-Psych. Renate Bühler, Integrative Lerntherapeutin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in eigenem Lernstudio, 25-jährige Erfahrung in der Arbeit mit teilleistungsgestörten Kindern und Jugendlichen

Vorteile dieser Fortbildung

  • sehr praxiserfahrene Dozentin
  • etablierte, bekannte Fortbildung (seit 2008)
  • fundierter Theorie- und hoher Praxisanteil
  • Lernen in interdisziplinärer Gruppe und damit Kennenlernen der Arbeitsansätze anderer Berufsgruppen (z.B. Lehrer - Therapeuten)
  • Fachberatung durch das IFLW in den ersten sechs Monaten nach Ende der Fortbildung
  • unbefristete Vergabe des Zertifikats "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)"

Qualitätskriterien

Wenn Sie diese Fortbildung mit der eines anderen Anbieters vergleichen, sollten Sie auf diese Qualitätskriterien achten:

  1. Sind die inhaltlichen Informationen zur Rechenschwäche-Fortbildung ausführlich?
  2. Nennt das Institut die Dozentinnen/Dozenten? Verfügen diese über fachbezogene theoretische, praktische und didaktische Qualifikationen?
  3. Verfügt die/der Dozent/in über praktische Erfahrungen im Bereich der Rechenschwäche oder wird nur angelesenes Wissen weitergegeben?

Referenzen

Neben vielen Angestellten und Freiberuflern haben sich u.a. diese Institutionen für unsere Fortbildung "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)" entschieden: Deutscher Kinderschutzbund e.V., Diakonisches Werk Worms-Alzey, Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Heidelberg e.V., Städtische Grundschule Wuppertal, Realschule plus Haßloch, Bischöfliche Canisiusschule Ahaus - Gymnasium für Jungen und Mädchen, Evangelisches Internat Dassel, Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte gGmbH, Lernwerft gGmbH, [pro:lingua] - Zentrum für Logopädie & Lerntherapie, ABACUS Nachhilfeinstitut Rudelzhausen, Montessori-Förderverein e.V., Caritasverband für Stadt und Landkreis Hildesheim e.V., bbw - Berufsvorbereitungs- und Ausbildungsgesellschaft mbH, Jugendstrafanstalt Berlin

Teilnehmerstimmen

"Die Fortbildung war didaktisch sehr gut (Aufbau, Präsentation, Praxisbezug mit Fallbeispielen, Anschauungsmaterial, Seminarunterlagen). Sehr lohnend waren auch die vielen neuen Impulse und der Austausch in der Gruppe."
Cornelia S., Lehrerin

"Gut gefallen hat mir der hohe Praxisanteil: Es ging gleich darum, was man unter Rechenschwäche versteht, wie man sie erkennt und wie eine ganzheitliche Förderung konkret aussieht. Endlich eine Fortbildung aus der Praxis für die Praxis!"
Michael N., Dipl.-Sozialpädagoge

Häufig gestellte Fragen

1. Warum bekommen Ergotherapeuten und Logopäden keine Fortbildungspunkte für die Teilnahme an Dyskalkulie-Fortbildungen?

Die Heilmittelrichtlinie (HeilMRL) schließt die Anrechenbarkeit von Fortbildungspunkten in diesem Bereich ausdrücklich aus. Lesen Sie dazu unseren ausführlichen Blog-Artikel.

2. Kann ich mich statt "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)" auch Dyskalkulietrainer oder Dyskalkulietherapeut nennen?

Ja. Sie können sich auch Dyskalkulietrainerin oder Dyskalkulietherapeutin nennen. Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind in Deutschland ungeschützt.

3. Kann ich mich nach Erhalt des Zertifikats auch "Zertifizierter Dyskalkulietrainer" oder "Zertifizierter Dyskalkulietherapeut" nennen?

Ja. Die Bezeichnungen "Zertifizierter Dyskalkulietrainer", "Zertifizierte Dyskalkulietrainerin", "Zertifizierter Dyskalkulietherapeut" und "Zertifizierte Dyskalkulietherapeutin" sind möglich.

4. Wie bekannt ist die Fortbildung "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)"?

Die Fortbildung "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)" findet seit 2008 statt und gehört zu den renommiertesten Weiterbildungsangeboten im Bereich der Rechenschwäche bzw. Dyskalkulie. Die bisherigen Teilnehmer/innen stammen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz, Dänemark, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Italien, Spanien, Ungarn und den Niederlanden.

5. Sind die Tests und Trainingsprogramme in der Teilnahmegebühr enthalten?

Die Tests und Trainingsprogramme sind nicht enthalten. Jeder Teilnehmer kann nach der Fortbildung selbst entscheiden, mit welchem Test oder Programm er/sie arbeiten möchte und diese Materialien im Handel erwerben.

6. Kann ich die Teilnahmegebühr in Teilbeträgen zahlen?

Die Zahlung der Teilnahmegebühr ist nur als Gesamtbetrag vorab möglich. Interessenten mit geringerem Einkommen können eine Förderung durch den Prämiengutschein oder den Bildungsscheck NRW beantragen.

Teilnahmegebühr

580 Euro (umsatzsteuerfrei). Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob eine Kostenübernahme möglich ist. Fortbildungskosten können grundsätzlich als Werbungskosten einschließlich Fahrtkosten zum Unterrichtsort, Verpflegungsmehraufwand und Kosten der Unterbringung (z.B. Hotelkosten) von der Einkommenssteuer abgesetzt werden.

Ereignisse wie Krankheit, Unfall oder andere unerwünschte Vorkommnisse können unvorhergesehen eintreten und Ihre Teilnahme unmöglich machen. Wir empfehlen deshalb den Abschluss einer Seminarrücktrittsversicherung. Im Internet finden Sie zahlreiche entsprechende Angebote. Wir bitten um Verständnis, dass wir diese Versicherungen nicht vermitteln können.

Fördermöglichkeiten

Für diese Fortbildung nehmen wir den Bildungsscheck NRW und den Prämiengutschein an. Bitte legen Sie die vollständigen Förderunterlagen Ihrer Anmeldung im Original bei. Ein Nachreichen ist nicht möglich.

Gemäß der verbindlichen Förderrichtlinie darf der Prämiengutschein nur für Fortbildungen genutzt werden, die berufsspezifische Kenntnisse vermitteln. Maßgebend dafür ist Ihr Berufsabschluss. Weiterhin darf der Prämiengutschein nicht für Fortbildungen genutzt werden, die der Erfüllung einer regelmäßigen, nachweislichen Fortbildungsverpflichtung dienen, sofern der Arbeitgeber zur Finanzierung der Fortbildung verpflichtet ist.

Anmeldung

Schicken Sie uns das ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular (PDF) und den Fragebogen (PDF) per Post, Fax oder eingescannt per E-Mail. Sie erhalten dann die Einladung und die Rechnung per E-Mail. Die Zahlung der Teilnahmegebühr in Teilbeträgen ist bei dieser Fortbildung nicht möglich. Bei kurzfristiger Anmeldung muss der Nachweis über die geleistete Zahlung spätestens einen Tag vor Kursbeginn erbracht werden.