Nachhilfe als Nebenjob

Nachhilfelehrer/in als Nebenjob

Wie verdient man Geld mit Nachhilfeunterricht und welcher Verdienst ist möglich?

Wer auf der Suche nach einem Nebenjob ist oder nach einer beruflichen Pause zunächst stundenweise wieder Geld verdienen möchte, sollte an das Erteilen von Nachhilfeunterricht denken. Welche Vorteile hat eine Tätigkeit als Nachhilfelehrer/in?

Flexibilität

Ob freiberuflich oder auf Honorarbasis: Als Nachhilfelehrer/in kann man sich die Zeit frei einteilen. Du selbst entscheidest, wie viele Nachhilfestunden dir pro Woche möglich sind. Ab einer Stunde/Woche bis zu einer Vollzeittätigkeit ist alles möglich.

Nachhilfeunterricht auf freiberuflicher Basis

Viele Nachhilfelehrer unterstützen anfangs nur im privaten Umfeld Kinder und Jugendliche beim Lernen oder bei den Hausaufgaben. Das bedeutet, dass die Selbstständigkeit im Bereich der Nachhilfe meist die Ausgangsbasis ist. Den Stundensatz kann und muss man dabei selbst festlegen.

Was verdienen Nachhilfelehrer?

Der Stundenlohn ist von mehreren Faktoren abhängig. Zunächst sollte überlegt werden, ob die Nachhilfestunde 60 oder nur 45 Minuten lang sein soll. 45 Minuten haben mehrere Vorteile:

  1. Diese Dauer entspricht einer Schulunterrichtsstunde und ist damit das, was Schüler aus der Schule kennen. 45 Minuten werden zudem von den meisten Eltern nicht in Frage gestellt.
  2. Wenn eine Stunde nur 45 Minuten umfasst, sind Eltern mit höherer Wahrscheinlichkeit an Doppelstunden interessiert, also an dann 1,5 Stunden für den doppelten Stundensatz.
  3. Bei einer 45-Minuten-Taktung können die Nachhilfeschüler Ihren Termin zur vollen Stunde erhalten und es sind immer mindestens 15 Minuten Pause, bevor der nächste Schüler kommt.

Für 45 Minuten Nachhilfeunterricht sind Stundensätze ab 15 Euro üblich. In welchen Fällen ist mehr möglich?

Wer zwei oder weitere Schüler gleichzeitig unterrichtet, kann mehr verdienen. Gruppenunterricht hat zudem den Vorteil, dass die Kosten für den einzelnen Schüler geringer sind. Wenn drei Schüler für 45 Minuten jeweils 10 Euro zahlen, ist das für die Schüler günstig und für den Nachhilfelehrer einträglich.

Natürlich kann man sich sich auch als Nachhilfelehrer/in bewerben, z.B. bei einer der großen Nachhilfe-Franchiseketten. Dort muss man sich die Nachhilfeschüler nicht selbst suchen, kann aber nicht den Stundensatz erwarten, der in einer freiberuflichen Tätigkeit möglich wäre.

Wer gefragte Fächer bis zum Abitur unterrichten kann oder anderweitig besonders qualifiziert ist, kann deutlich mehr Geld als Nachhilfelehrer verdienen. In Ihrer eher strukturschwachen Region ist das nicht möglich? Dann erwägen Sie Online-Nachhilfe über kostenlose Apps wie zum Beispiel Zoom oder Skype.

Das Einkommen als Nachhilfelehrer/in ist in hohem Maße von den persönlichen Qualifikationen und der Erfahrung abhängig. Wer z.B. ausgebildeter Lehrer ist, wird deutlich mehr verdienen können als ein Student. Man kann sich auch per Fortbildung für eine Tätigkeit als Nachhilfelehrkraft qualifizieren, z.B. mit dem Fernlehrgang „Didaktik für Nachhilfelehrer/innen“ und der Fachkundeprüfung „Zertifizierte/r Nachhilfelehrer/in (IFLW)“.

Fernlehrgang „Didaktik für Nachhilfelehrer/innen“

Der Fernstudiengang „Didaktik für Nachhilfelehrer/innen“ vermittelt umfassende Kenntnisse über Lernprozesse und die erforderlichen Grundlagen für erfolgreiches Lernen. Das gehört z.B. die Lern- und Leistungsmotivation, welche bei vielen Nachhilfeschülern aufgrund von Misserfolgserlebnissen gelitten hat und die es daher im Rahmen der Nachhilfe zu steigern gilt. Weitere Themen sind u.a. die Förderung der Konzentrationsfähigkeit, die Bestimmung des Lerntyps sowie die Auswahl und Vermittlung dazu passender Lerntechniken. Sowohl Unterrichtsmethoden und deren Umsetzung im Nachhilfeunterricht als auch die Themen Kommunikation und Interaktion (z.B. aktives Zuhören, Lob/Feedback, Coaching) sind wichtiges Handwerkszeug für guten Nachhilfeunterricht und daher im Fernstudium enthalten.

Fachkundeprüfung „Zertifizierte/r Nachhilfelehrer/in (IFLW)“

Der Fernstudiengang „Didaktik für Nachhilfelehrer/innen“ bereitet Sie auf die Fachkundeprüfung „Zertifizierte/r Nachhilfelehrer/in (IFLW)“ vor. Wer sie besteht, erhält Qualifikationsnachweise in Form eines Zertifikats, eines Fachkundenachweises und des IFLW-Prüfsiegels. Sie können damit belegen, dass Sie Ihre Fachkenntnisse im Nachhilfefach in didaktisch sinnvoller Weise vermitteln können, die Wirkfaktoren effektiver Nachhilfe kennen und berücksichtigen, sich mit einer passenden Fortbildung weitergebildet haben und sich damit von vielen weniger gut qualifizierten Nachhilfelehrkräften abheben. Viele Absolventinnen und Absolventen des IFLW legen ihre Zertifikate und Fachkundenachweise Bewerbungen bei oder hängen sie in ihrer Nachhilfeschule aus.

Nachhilfeschüler finden

Für Nachhilfelehrer ist der Erfolg die beste Werbung. Verbessert ein Schüler aufgrund der Nachhilfe seine Noten, spricht sich das speziell unter Müttern schnell herum. Dann kann es leicht passieren, dass man keine Termine mehr zu vergeben hat. Wer noch keine Nachhilfeschüler hat, kann z.B. über die in vielen Supermärkten vorhandene Pinnwand, Fließtextanzeigen in Gratis-Zeitungen und www.kleinanzeigen.de erste Interessenten finden. Erfolgreiche Nachhilfe und die damit verbundene Mundpropaganda werden dann zu weiteren Nachhilfeschülern und einem attraktiven Verdienst führen.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Kann man von Nachhilfe leben?“.

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