nachhilfelehrer werden

Woran erkennt man gute Nachhilfe?

Nachhilfeunterricht ist gut, wenn er innerhalb eines überschaubaren Zeitraums zum selbstorganisierten Lernen befähigt und sich die Note im Problemfach verbessert. Da sich diese Effekte erst im Nachhinein zeigen können, benötigen Eltern frühe Anhaltspunkte für die Beurteilung eines Nachhilfeangebots. Woran erkennt man gute Nachhilfe? Woher weiß ich, dass ein Nachhilfelehrer geeignet ist? Unser neuer Blog-Beitrag gibt Antworten.

Sympathie ist wichtig

Da Nachhilfeunterricht meist in einer 1:1-Situation und oft über einen längeren Zeitraum erfolgt, sollten sich der Nachhilfelehrer und der Schüler von Anfang an sympathisch sein. Es genügt nicht, dass die Eltern gut mit der Lehrkraft klar kommen, denn es ist das Kind, das von und mit diesem Menschen lernen soll. Oft genügt schon eine Probestunde, um herauszufinden, ob die Chemie stimmt. Fragen Sie Ihr Kind: Findet es die Nachhilfelehrerin nett? Hat es sich während des Unterrichts wohlgefühlt? Nachhilfe ist erfolgreicher, wenn der Nachhilfelehrer und der Schüler gern zusammen lernen.

Fachwissen muss sein

Viele Lehrer und auch manche Nachhilfelehrer glauben, dass sie grundsätzlich jedes Fach unterrichten können. Zumindest ab der Sekundarstufe und vor allem in den Fremdsprachen sollte die Lehrkraft jedoch über überdurchschnittliches Fachwissen verfügen. Ein Studium des betreffenden Faches, sehr viel Nachhilfeerfahrung oder sehr gute Noten, falls der Nachhilfelehrer selbst noch Schüler ist, deuten auf umfassende oder zumindest ausreichende Fachkenntnisse hin. Bei lückenhaftem Fachwissen müssen sich Nachhilfelehrer Sachverhalte während des Unterrichts zunächst selbst erschließen. Das kostet Zeit und kann Schüler verwirren.

Ohne didaktische Kompetenzen geht es nicht

Viele Menschen verfügen über Fachkenntnisse in unterschiedlichen Wissensgebieten, können diese aber nicht vermitteln. Ihnen fehlen für das Lehren erforderliche Schlüsselqualifikationen wie z.B. Einfühlungsvermögen, Geduld und Kreativität oder es mangelt an didaktischem Methodenwissen: Was sind die Grundlagen erfolgreichen Lernens? Welche Lerntechniken passen zum Lernstoff und dem Lerntyp des Schülers? Wie fördere ich die Motivation und die Konzentrationsfähigkeit? Wie baue ich den Nachhilfeunterricht auf? Dies sind nur einige der vielen Themen des Fernstudiums „Didaktik für Nachhilfelehrer/innen“.

Prüfsiegel in der Nachhilfe

Einige Nachhilfe-Anbieter werben mit einem Prüf- oder Gütesiegel. Achten Sie darauf, welche Kriterien für die Vergabe des Siegels entscheidend waren. Manche Siegel bewerten Aspekte, die nur indirekt Einfluss auf den Unterricht nehmen, z.B. die Vertragsbedingungen. Wenn es Ihnen um die Qualität des Nachhilfeunterrichts geht, sollte die didaktische Befähigung der Lehrkraft im Fokus stehen. Dies ist beim Prüfsiegel des IFLW der Fall. Es wird erst nach bestandener Fachkundeprüfung „Zertifizierte/r Nachhilfelehrer/in (IFLW)“ vergeben, kann in Werbematerialien eingedruckt werden und auf der eigenen Internetseite in Form eines anklickbaren Siegels als Nachweis über die didaktische Qualifikation dienen. Unser kurzes Erklärvideo zeigt die Vorteile des IFLW-Prüfsiegels.

Erster Monat sollte Probezeit sein

Nach spätestens vier Wochen Nachhilfe können Eltern und meist auch das Kind beurteilen, ob die Nachhilfelehrkraft geeignet ist. Notensprünge sind in diesem Zeitraum noch nicht zu erwarten, aber so manche Unsicherheit gegenüber dem Lernstoff sollte bereits abgebaut sein. Weitere wichtige Kriterien für guten Nachhilfeunterricht sind: Bereitet sich die Nachhilfelehrerin auf den Unterricht vor? Berücksichtigt sie den Lern- und Leistungsstand des Kindes bzw. Jugendlichen? Kann sie ihre Planung bei Bedarf zurückstellen und sich spontan auf neue Themen und Fragen einstellen? Findet die Nachhilfe pünktlich und regelmäßig statt oder kommt es zu Verspätungen und Absagen? Wie es anfängt, geht es meist auch weiter. Daher sollten sich Eltern frühzeitig nach einem anderen Nachhilfelehrer umschauen, wenn sie diese Fragen nicht mit einem klaren Ja beantworten können.

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