nachhilfelehrer werden

Wie finde ich Nachhilfeschüler?

Gerade am Anfang einer Nachhilfetätigkeit stellt sich selbstständigen Nachhilfelehrern die Frage: Wie finde ich Nachhilfeschüler? Da angehende Nachhilfelehrer oft über kein nennenswertes Startkapital verfügen, können sie meist nur wenig Geld in Werbung investieren. Wie Akquise im Bereich der Nachhilfe auch mit geringen Kosten oder gar kostenlos geht und was auf der Suche nach Nachhilfeschülern ebenfalls wichtig ist, lesen Sie in unserem nachfolgenden Blog-Beitrag.

Begrenzung auf ein Fach oder wenige Fächer

Wer Nachhilfe geben möchte, sollte sich zunächst überlegen, in welchen Fächern gute fachliche Kenntnisse vorliegen. Es ist nicht sinnvoll, in eigenen Problemfächern schulische Unterstützung anzubieten, denn diese würde dem Nachhilfelehrer keine Freude bereiten und dem Nachhilfeschüler wenig nutzen oder sogar schaden, weil sich fachliche Unsicherheit des Lehrers und dessen Unbehagen gegenüber dem Fach auf den Schüler überträgt. Auch in der Bewerbung von Nachhilfeunterricht sind Spezialkenntnisse überzeugender als ein breites Angebot, das nur auf Halbwissen basieren kann. Jemand, der kompetente Förderung in sämtlichen Schulfächern verspricht, wirkt nicht wie ein Vollprofi, sondern eher wie jemand, der dringend Geld benötigt und dem es letztlich einerlei ist, was und mit welchen Ergebnissen er unterrichtet. Überzeugender sind Nachhilfelehrer, die nur ein oder zwei Fächer anbieten, diese aber mit viel Erfahrung, gutem Lehrmaterial oder einem besonderen Konzept.

Aneignung didaktischer Fähigkeiten

Gute Fachkenntnisse machen noch keinen guten Nachhilfelehrer: Man muss auch wissen, wie Unterrichten geht, d.h. wie Kinder und Jugendliche Lerninhalte besser verstehen, behalten und anwenden, wie sie effektiver auswendig lernen, welche Lerntechniken zum Lerntyp passen und was die Lernmotivation und die Konzentrationsfähigkeit fördert. Eine fundierte Einführung in die Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens mit dem Ziel der Erteilung von Nachhilfeunterricht bietet unser Fernlehrgang „Didaktik für Nachhilfelehrer/innen“. Wer seine in der Nachhilfe erforderlichen didaktischen Qualifikationen in der Fachkundeprüfung „Zertifizierte/r Nachhilfelehrer/in (IFLW)“ nachweist, hat danach mit dem Zertifikat, dem Fachkundenachweis und dem IFLW-Prüfsiegel wichtige Argumente für seine Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. Schauen Sie auf der Internetseite einer Absolventin des IFLW, wie das anklickbare Prüfsiegel im Internet funktioniert.

Werbung für Nachhilfe machen

Wenn Eltern eine Nachhilfelehrerin oder einen Nachhilfelehrer suchen, machen sie oft einen Aushang am Schwarzen Brett des örtlichen Supermarkts. Daher ist es eine gute Idee, regelmäßig nach entsprechenden Gesuchen Ausschau zu halten oder selbst einen Aushang dort anzubringen. Im Bereich der Nachhilfe haben sich zudem Anzeigen in Zeitungen bewährt, die kostenlos in die Briefkästen geworfen werden. Diese Wochenzeitungen beinhalten meist die Rubrik „Unterricht“. Hier kann schon eine ganz kurze, für wenige Euro erhältliche Fließtextanzeige zu Anrufen führen. Eine kostenlose, ebenfalls für Nachhilfeangebote und Nachhilfegesuche geeignete Alternative ist Ebay-Kleinanzeigen. Wer selbst noch zur Schule geht, kann seine Lehrer nach Schülern mit Nachhilfebedarf fragen und am Schwarzen Brett der Schule einen Aushang anbringen. Schulfremden Personen ist dies nur nach Erteilung einer entsprechenden Erlaubnis gestattet. Sprechen Sie dafür im Sekretariat der Schule vor.

Die wohl effektivste Form der Werbung für Nachhilfe ist Mundpropaganda, d.h. Empfehlungen durch mündliche Weitergabe im persönlichen Gespräch. Insbesondere Mütter geben ihre Informationen und Erfahrungen gern an andere Mütter weiter. Daher sollten Sie möglichst vielen Leuten erzählen, dass Sie Nachhilfeunterricht anbieten und natürlich gute Arbeit leisten, denn zufriedene Schüler und Eltern werden Sie gern weiterempfehlen. Hier können schon für wenig Geld erhältliche Visitenkarten oder Flyer nützlich sein, die Bestandskunden zur Weitergabe angeboten oder dort ausgelegt werden, wo sich Eltern bzw. Schüler oft aufhalten, z.B. in Nachbarschaftszentren, Büchereien oder Wartezimmern. Auch hier müssen Sie eine Erlaubnis zum Auslegen Ihrer Werbematerialien einholen. Nach unseren Erfahrungen haben qualifizierte und erfolgreich arbeitende Nachhilfelehrer schon nach kurzer Zeit keine Termine mehr frei, weil viele Eltern guten Nachhilfeunterricht für ihr Kind suchen und dabei gern auf die Erfahrungen anderer Eltern zurückgreifen. Eine didaktische Ausbildung in Form des Fernstudiums „Didaktik für Nachhilfelehrer/innen“ und der Fachkundeprüfung „Zertifizierte/r Nachhilfelehrer/in (IFLW)“ kann den Einstieg in die Nachhilfe erleichtern und eine bereits begonnene Nachhilfetätigkeit professionalisieren.

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