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Lernmethoden und Entspannungstechniken

 

Wir bilden aus: Fernstudiengang "Integrative Lerntherapie in Theorie und Praxis"

Übersicht

Autogenes Training

Das Autogene Training geht auf den Neurologen Johannes Heinrich Schultz zurück. Es ist ein tiefenpsychologisch orientiertes Verfahren, das mittels bestimmter Entspannungstechniken körperliche und seelische Beschwerden lindert. Autogenes Training ist eine Methode der Selbstbeeinflussung, der Autosuggestion. Mit dieser Methode kann man sich selbst in einen Zustand der Entspannung versetzen.

Fantasie- und Traumreisen

Fantasie- und Traumreisen fördern die Fähigkeit des Gehirns zur bildlichen Vorstellungskraft. Sie ermöglichen eine Art "Kino im Kopf". Visualisieren kann Schülern helfen, einen Sachverhalt greifbarer und damit verständlicher zu machen. So gelingt etwa Kopfrechnen besser, wenn ein Schüler die Zahlen länger im Bewusstsein halten kann. Fantasie- und Traumreisen fördern die Kreativität und den Ideenreichtum - eine Voraussetzung für gute Aufsätze.

Kinesiologie

Kinesiologie ist die Wissenschaft von der Bewegung des Menschen. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern kìnesis (Bewegung) und lògia (Lehre) zusammen. Die Pädagogische Kinesiologie soll Kindern das Lernen erleichtern. Sie geht zurück auf den Erziehungswissenschaftler Paul Dennison, der diese Methode auch Edu-Kinestetik oder Brain-Gym nennt. Dennison geht davon aus, dass bei organisch gesunden Kindern keine Lernstörungen, sondern nur Lernblockaden vorliegen. Das Kind verfügt über die notwendigen Kenntnisse, kann sie jedoch nicht abrufen. Mit kinesiologischen Übungen sollen Blockaden gelöst und die Zusammenarbeit zwischen beiden Hirnhälften verbessert werden.

Lernkartei

Die Lernkartei wurde ursprünglich für das Lernen von Vokabeln konzipiert, eignet sich aber auch für das Auswendiglernen von Formeln, Definitionen und Geschichtsdaten. Man benötigt einen Karteikasten mit fünf Fächern. Das Wort oder die Frage wird auf die Vorderseite der Karteikarte geschrieben; auf die Rückseite kommt die Übersetzung bzw. Antwort. Zu Anfang liegen alle Karteikarten im ersten Fach. Nun geht der Lerner alle Karteikarten durch. Weiß er die Antwort, wandert die entsprechende Karte ins nächste Fach. Weiß er sie nicht, verbleibt die Karte in ihrem Fach. Karteikarten, die es bis ins fünfte Fach geschafft haben, können aussortiert werden.

Mind Mapping

Das Mind Mapping wurde Ende der 60er Jahren von dem Psychologen Tony Buzan entwickelt. Das Wort "mind" steht für Verstand; unter "map" versteht man eine Landkarte. Bei dieser Lernmethode wird Lernstoff als Bild aufbereitet. Man schreibt einen Oberbegriff in die Mitte eines Blattes und fügt Unterüberschriften in Form von Ästen hinzu. So kann man Lernstoff besser strukturieren und leichter lernen.

Mnemotechniken

Mnemotechniken sind Gedächtnisstützen jeder Art, z.B. in Form von Merksätzen oder Reimen (Eselsbrücken) oder in grafischer Form. Dazu zählt u.a. die Assoziationskette, bei der man sich eine Geschichte ausdenkt, in der die zu lernenden Begriffe in einer festen Reihenfolge vorkommen. Schüler/innen können sich Zahlen besser merken, wenn sie sich ein Bild dazu vorstellen (z.B. Schwan für "2" oder Sanduhr für "8"). Auch das wortwörtliche Auswendiglernen englischer Vokabeln hat sich bewährt (z.B. /knife/ statt /naif/ für engl. Messer).

NLP

Neurolinguistisches Programmieren (NLP) wurde Anfang der 70er Jahre von Richard Bandler und John Grinder begründet. Vertreter/innen des NLP befassen sich mit Kommunikation und verstehen das Neurolinguistische Programmieren als Teilbereich der Psychologie. NLP kann eine effektivere Kommunikation, eine Veränderung von Verhaltensmustern und neue Wege zur Selbstorganisation ermöglichen. Robert Dilts, einer der Mitbegründer des NLP, hat eine Rechtschreibstrategie auf NLP-Basis entwickelt.

Progressive Muskelentspannung

Progressive Muskelentspannung oder Progressive Muskelrelaxation ist eine Entspannungstechnik, die auf den amerikanischen Physiologen Edmund Jacobson zurückgeht. Jacobson bemerkte, dass mit Gefühlen der Unruhe und Erregung eine deutliche Erhöhung der Muskelspannung einhergeht. Bei Angst spannen sich Teile der Skelettmuskeln an; umgekehrt kann Muskelentspannung Angst verringern. Die progressive Muskelentspannung beruht auf dem Prinzip der Spannung und Entspannung. Bestimmte Muskelgruppen werden angespannt und gelockert. Dieser Wechsel ermöglicht das Erleben von intensiver Entspannung. Mit dieser Methode kann man sich in einen Zustand der Ruhe und Gelassenheit versetzen.

Suggestopädie

Suggestopädie ist eine ganzheitliche Lehr- und Lernmethode, die auf den bulgarischen Arzt und Psychotherapeuten Georgi Lozanov zurückgeht. Der Begriff leitet sich ab aus den Begriffen Pädagogik und Suggestion (to suggest = vorschlagen). Suggestopädisches Lernen ist Lernen mit allen Sinnen. Lernfördernde Elemente sind der Einsatz von Musik und Entspannungsübungen, das Einbeziehen des Körpers durch Rollenspiele und Bewegungsübungen sowie das spielerisch-kreative Erarbeiten von Lerninhalten.

Yoga

Im Yoga, einer aus Indien stammenden Verbindung aus Meditation und Gymnastik, hat der Atem einen zentralen Stellenwert. Die meditativen Übungen bewirken eine tiefe Entspannung. Sie steigern Wohlbefinden und Ausgeglichenheit, stärken das Nervensystem und sind damit eine gute Methode zur Stressbewältigung. Störende Gedanken können zum Schweigen gebracht werden. Das fördert die Konzentrationsfähigkeit.


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