Fortbildung: "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)"
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Durch diese Fortbildung erwerben Sie Praxis-Kenntnisse aus
der Förderdiagnostik und Therapie von Rechenschwäche (Dyskalkulie),
um Rechenschwache mit bewährten Methoden zu erkennen und
kompetent zu fördern. Die
Fortbildungsinhalte eignen sich für das freiberufliche
Arbeiten im Bereich der Rechenschwächeförderung (z.B. in
eigener Praxis) und für die Anwendung in einer bestehenden
oder geplanten Tätigkeit im pädagogischen, psychologischen,
psychosozialen oder therapeutischen Umfeld.
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Diese Fortbildung richtet sich an Fachleute aus dem pädagogischen,
psychologischen, psychosozialen oder therapeutischen Bereich (z.B. Lehrer/innen,
Mathematiker/innen, Dipl.-Psychologinnen/Dipl.-Psychologen,
Dipl.-Pädagoginnen/Dipl.-Pädagogen, Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen,
Heilpädagoginnen/Heilpädagogen, Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten,
Logopädinnen/Logopäden), die im
Bereich der Rechenschwächeförderung tätig werden möchten. Gute mathematische
Grundkenntnisse und Erfahrungen in der schulischen oder außerschulischen
Förderung von Kindern oder Jugendlichen werden vorausgesetzt.
Ziel dieser Fortbildung ist der Erwerb und die Vertiefung von theoretischen
und praktischen Kenntnissen in der Förderdiagnostik und der Therapie von
Rechenschwäche (Dyskalkulie) einschließlich der Elternarbeit. Je nach fachlicher
Vorbildung der Teilnehmenden eignet sich die Fortbildung als Zusatzqualifikation
für die Arbeit in einem oder mehreren der folgenden Bereiche:
- Rechenschwächeförderung im Regel-, Förder- oder Nachmittagsunterricht
(AGs) öffentlicher und privater Schulen (Erweiterung der
förderdiagnostischen und didaktischen Kompetenzen von Lehrkräften und päd.
Honorarkräften)
- Rechenschwächeförderung bzw. -therapie in außerschulischen Einrichtungen
(z.B. lerntherapeutische, heilpädagogische, psychologische oder kinder- und
jugendpsychiatrische Praxen, Hortbereich, Nachhilfeschulen)
- Erweiterung des eigenen lerntherapeutischen Angebots auf den Bereich der
Rechenschwäche, Aufbau eines Rechentherapieangebots in der eigenen
Lernpraxis, Arbeit als Dyskalkulietherapeut bzw. Dyskalkulietherapeutin
1. Baustein - Grundlagen
- Rechenstörung - Rechenschwäche: Begriffsbestimmungen,
Definitionen, Definition nach ICD-10, Häufigkeit, Ursachen, Komorbiditäten,
Abgrenzung zu anderen Störungen
- Entwicklung der Rechenfähigkeit: allgemeine Entwicklung, angeborenes Verständnis für Mathematik,
Vorläuferfertigkeiten, Basiskompetenzen, Training mathematischer
Grundfertigkeiten
- Theorien über mathematische Kompetenzen: Entwicklung des Denkens nach
Piaget, Subtyp NLD und RS nach Rourke,
Triple-Code-Modell und Hemisphärenschaubild nach Dehaene
- Mathematik und Sprache, Forschung, Fremdsprache Mathematik, Geschichte
der Null, bedeutende Namen im Zusammenhang mit Rechenschwäche
- mit Rechenschwäche einhergehende kognitive Probleme
- Erkennungsmerkmale der Rechenschwäche, störungsspezifische
Beobachtungskriterien
- typische Fehler bei Rechenschwäche
-
Grundschullehrplan Mathematik, Feststellen der Inhalte
und Darbietungsformen
-
Sekundärproblematik und deren Auswirkungen im
Schullalltag
-
Grundsätze der Therapieplanung
2. Baustein - Diagnoseerstellung, Tests und Förderdiagnostik
-
Diagnoseerstellung durch Anamnese, Gutachten,
Beobachtung und Tests
-
Diskrepanzdefinition der Rechenschwäche
-
testtheoretische Grundlagen
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Darstellung der gängigen IQ-Tests: HAWIK, K-ABC, CFT 20
-
für Rechenschwäche relevante Untertests –
Interpretation
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typische HAWIK-Profile bei Rechenschwäche
-
Interpretation von IQ-Test-Ergebnissen in Bezug auf
Rechenschwäche
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Testdiagnostik: Theorie, Durchführung, Auswertung des
ZAREKI, DEMAT und HRT 1-4
-
Interpretation der Testprofile, Feststellen von
Förderbedarf
-
Förderdiagnostik: Kennenlernen des BADYS 1-4 und
weiterer förderdiagnostischer Ansätze
-
Mikroanalyse von Rechenfehlern
-
Beobachtungsbögen
-
Diagnostik der Rechenschwäche bei Jugendlichen
-
Kinder mit Rechenschwäche und Lese-Rechtschreibschwäche
(LRS): diagnostische Merkmale, Behandlungsfokus
-
Diskussion von Fällen der Teilnehmenden
3. Baustein - Interventionen in Elternhaus und
Schule, Förderkonzepte und Fördermaterial,
Stundenplanung und -ausgestaltung,
- Teufelskreis Lernstörung anhand eines Fallbeispiels
- Elemente der Elternarbeit
- Lehrkraft/Schule: nötige Interventionen
- schulrechtliche Bestimmungen - Förderung nach § 35a SGB
- Einführung in die Kieler Zahlenbilder
- mathematisch-didaktischer Ansatz nach J.-H. Lorenz
- mathematisch-therapeutischer Ansatz nach K. E. Krüll
- Strategietraining "GET ON!"
- Kennenlernen von Material für die verschiedenen mathematischen
Bereiche: Vorläuferfertigkeiten, Arithmetik, Stellenwertsystem, Uhr,
Zeit, Längenmaße, Gewichte, Rechnen mit Geld, Textaufgaben, Geometrie
- Behandlungsansätze: 4-Stufen-Modell nach Aebli
- allgemeine Grundsätze der Förderung: Materialauswahl, Aufbau einer
mathematischen Kompetenz, Strategievermittlung
- Erstellen von Förderplänen und Materialauswahl anhand von Beispielen
und eigenen Fällen
- Fallbesprechungen
- Vertiefung und Reflexion des Gelernten
Der Besuch der Fortbildungsreihe wird mit einer Teilnahmebescheinigung
bestätigt. Bei Anfertigung und Einreichung einer mindestens 10 Seiten
umfassenden Falldokumentation über eine selbst durchgeführte
Rechenschwächeförderung spätestens 12 Monate nach Ende des letzten Seminars kann
das Zertifikat "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)" ausgestellt werden.
Die Kosten der Zertifizierung sind in der Teilnahmegebühr enthalten. In den
ersten sechs Monaten nach Ende des letzten Seminars steht Ihnen die Fachberatung
des IFLW kostenfrei zur Verfügung.
Unsere Fortbildung "Trainer/in bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)" ist durch das
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport geprüft, als berufsbildende Maßnahme
bundesweit anerkannt und von der Mehrwertsteuer befreit. Überprüft wurden die
Inhalte und Ziele der Fortbildung, die Qualifikation der Dozentin sowie die
Teilnahmebedingungen.
Dipl.-Psych. Renate Bühler, Integrative Lerntherapeutin für Kinder,
Jugendliche und Erwachsene in eigenem Lernstudio, 25-jährige Erfahrung in der
Arbeit mit teilleistungsgestörten Kindern und Jugendlichen
1500 Euro (umsatzsteuerfrei) - Im Preis enthalten sind die
Seminarunterlagen, die Zertifizierungskosten und Pausenerfrischungen.
Fragen Sie
Ihren Arbeitgeber, ob eine Kostenübernahme möglich ist. Fortbildungskosten
können grundsätzlich als Werbungskosten einschließlich Fahrtkosten zum
Unterrichtsort, Verpflegungsmehraufwand und Kosten der Unterbringung (z.B.
Hotelkosten) von der Einkommenssteuer abgesetzt werden.
Schicken Sie uns das ausgefüllte und unterschriebene
Anmeldeformular
und den Fragebogen
per Post oder per FAX an +49 (0) 33 28 / 308 24 79. Sie erhalten dann die
Einladung und die Rechnung. Bei kurzfristiger Anmeldung muss der Nachweis
über die geleistete Zahlung spätestens einen Tag vor Kursbeginn erbracht
werden. Den genauen Veranstaltungsort teilen wir Ihnen
in der Einladung mit.
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